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Milks Food-Blog

22-11-2016

Essen ist Ausdruck der Persönlichkeit.

Ob es schmeckt oder ob es nicht schmeckt, ist natürlich das zentrale Argument bei der Auswahl der Speisen, aber Grundlegend hat sich jeder von uns dazu entschieden, wie er isst und was er dadurch ist. Bewusst oder Unbewusst, so ist es eben. 

Manche sehen sich als Conaisseur und zelebrieren ihre Ernährung förmlich.

Andere leben vegan aus verschiedenen Gründen.

Manche essen, um satt zu werden.

Ganz egal in welcher Ausprägung ist die Ernährung also ein Spiegelbild des Selbst.

Nun schlägt in jeder Brust mehr als ein Herz. Was der Wunsch ist, wird teilweise durch die Vernunft zusammengestutzt. Vernunft ist aber nicht immer vernünftig.

Es ist bestimmt nicht vernünftig, ein Kochgerät für 1500 € zu kaufen (Thermomix, Gasgrill, Beefer, Induktionsherd, etc.), dieses dann aber mit billigen aber minderwertigen Lebensmitteln zu füllen.

Es ist auch nicht vernünftig, sich einseitig zu ernähren, dekadent viel oder schädlich wenig zu essen.

Wer sich aber Gedanken macht und seine Gewohnheiten reflektiert, is(s)t schon mal ein ganzes Stückchen besser.

Wer es dann schafft, bei seinen Erwägungen, saisonale, soziale, ökonomische, ökologische, moralische und ethische Aspekte mit einzubeziehen, der wird zum richtigen Smarteater.

21-10-2016

Zum Wochenende muss natürlich immer etwas mehr produziert werden. Das ist natürlich nicht erwähnenswert. Dass ich aber die erste Kohlwurst der kalten Jahreszeit hergestellt habe, macht mich schon etwas froh.

Ein altes Sprichwort sagt, dass nur in den Monaten mit dem "R" im Namen, Rohwurst hergestellt werden sollte. Für uns gilt das eigentlich immer noch, da wir Wurst und Schinken wie vor 100 Jahren produzieren. Salz ist mein einziges Konservierungsmittel. Listen mit E-Nummern sind also fast überflüssig. "Fast" sage ich, weil Pökelsalz die E-Nummer E252 hat. Manchmal wundert man sich.

17-10-2016

Wir stellen die meisten unserer Produkte selbst her. Viele Kunden wissen das nicht, was ich natürlich schade finde, denn es ist natürlich etwas besonderes, wenn man etwas Einzigartiges und eben keine maschinell produzierte Massenware auf dem Teller hat.

Das ist heute nicht selbstverständlich.

Um Sie daran teilhaben zu lassen, schreibe ich nun in regelmäßigen Abständen über besondere Episoden aus unserem Produktionsleben.

Heute zum Beispiel habe ich mich darüber gefreut, endlich wieder Schinken salzen zu können. In der warmen Jahreszeit ist das nämlich nicht möglich, zumindest nicht, wenn man klein und handwerklich arbeitet so wie ich.

Sechs Schinken sind schnell pariert. Ein wenig Speckauflage bleibt dran, denn das gibt dem fertigen Produkt einen zarten Schmelz. Dann kommen 30 Gramm Salz und noch mal 10 Gramm Pökelsalz, eine handvoll Wachholderbeeren und Holz von alten Whiskeyfässern an das Fleisch. Bei 2 Grad Celsius kommen die Schinken nun 14 Tage zum Ruhen und Reifen in mein Kühlhaus. In zwei Wochen gibt es dann zu diesem Thema die nötige Wasserstandsmeldung.